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pro Tempolimit

pro Tempolimit: 100, 110, 120 - 130 ist (mehr als) genug!


Verein für soziales Leben e.V.

Umweltschutz

Der Straßenverkehr trägt für etwa 20 % zur Luftverschmutzung durch Kohlendioxid bei. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde läßt sich der Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 30 %reduzieren - so eine Studie des Umweltbundesamtes in Berlin.

Das Umweltbundesamt (Quelle: Umweltbundesamt - Texte 40/99: Umweltauswirkungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen) berechnete die CO2-Emissionen bei Tempolimits von 100 km/h und 120 km/h. Die Berechnung geht von einem Befolgungsgrad von 80 Prozent aus. Ein höherer Befolgungsgrad könnte durch angemessene Kontrollen und angesichts eines gestiegenen Problembewusstseins in der Bevölkerung erreicht werden. Die Werte stellen sich wie folgt dar:

  • 120 km/h auf Autobahnen - Minderung des CO2 - Ausstoßes um 9%
  • 100 km/h auf Autobahnen - Mnderung des CO2 - Ausstoßes um 19%
  • 120 km/h Pkw im Gesamtnetz - Minderung des CO2 - Ausstoßes um 3%
  • 100 km/h Pkw im Gesamtnetz - Minderung des CO2 - Ausstoßes um 5%

Bei den beiden oberen Zeilen handelt es sich um CO2-Einsparungen, die bei Fahrten auf der Autobahn direkt durch geringeren Kraftstoffverbrauch erzielt würden. Die beiden unteren Zeilen rechnen hoch, welche Minderung - bezogen auf die Gesamtemissionen des Straßenverkehrs - durch ein generelles Tempolimit erzielt werden kann.

Eine Minderung von 3 % der gesamten CO2-Emissionen bei allen Pkw entspricht einer Einsparung von 1,35 Milliarden Litern Kraftstoff bzw. 3,3 Millionen Tonnen CO2 - bezogen auf die vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichten Zahlen zum CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs (Verkehr in Zahlen 2006/2007). Bei einem Tempolimit von 100 km/h würde man das doppelte einsparen: 2,7 Milliarden Liter Kraftstoff und 6,6 Millionen Tonnen CO2!!! Unvorstellbare Mengen, deshalb hier einige Zahlen zum Vergleich:

  • der gesamte CO2-Ausstoß des Schienenverkehrs beträgt 2,4 Millionen Tonnen
  • der gesamte CO2-Ausstoß aller in Deutschland fahrenden Busse beträgt 3,3 Millionen Tonnen.

Bekannt ist: das Kohlendioxid trägt wesentlich zum Treibhauseffekt bei, der zu einer globalen Erderwärmung und zu einem Klimawandel führt. Und: für etwa 20 % der Kohlendioxidbelastung ist das Auto verantwortlich. Je schneller ein Auto fährt, umso mehr Energie verbraucht es. Der CO2 Ausstoß ist direkt proportional abhängig vom Energieverbrauch. Also: je schneller, desto mehr Spritverbrauch, desto höher der Kohlendioxidausstoß.

Die Energiepreise steigen immer weiter. Da hätte ein umweltschonendes Fahren gleichzeitig Auswirkungen auf den Verbrauch und würde somit Spareffekte erzielen. Der Blick der Autofahrer und der Autoindustrie würde sich bei einem Tempolimit von "immer schneller" nach "immer sparsamer" wenden. Eine Mittelklasse-Limousine mit einem sparsamen Diesel-Hybrid-Antrib bei einem Verbrauch von 3,5 Litern auf 100 Kilometern und einem CO2 - Ausstoß von 90 Gramm wären dann auch in Deutschland keine Zukunftsmusik mehr. Vorteil eines allgemeinen Tempolimits würden somit auch darin liegen, dass Fahrzeuge durch die Automobilindustrie nicht mehr auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt werden würden sondern an die Mehrheit der Betriebsbedingungen, insbesondere den Stadtverkehr.

Was ist CO2?

Dass der CO2 Ausstoss reduziert werden muss und zwar möglichst schnell, schein allen klar. Strittig sind die Wege dorthin. Was aber ist CO2 eigentlich? Wo kommt das Kohlendioxid her, wo bleibt es?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel Gramm CO2 Ihr Auto pro Kilometer ausstößt? Oder haben Sie schon einmal Ihren CO2 Fußabdruck ermittelt?

Was ist CO2 eigentlich? Und: ist es wirklich so gefährlich?

CO2 ist neben dem Sauerstoff das wichtigste Gas auf der Erde. Es ist geruchlos, nicht sichtbar und nicht explosiv.

Es ist an sich nicht gefählich, ja sogar lebensnotwendig, denn ohne CO2 wäre die Erde von einer dicken Eisschicht umgeben. Es würden Temperaturen von minus 18 Grad Celsius im Durchschnitt herrschen. CO2 ist also ein Treibhausgas: es bildet in den Atmosphäre eine Art Schutzschicht, die dafür Sorge trägt, dass die von der Erde reflektierte Sonnenwärme in der Atmosphäre bleibt und nicht wieder ins Weltall abgestrahlt wird. Dieser Treibhauseffekt ist naturgegeben und notwendig für das Leben auf der Erde.

Auch Pflanzen sind in ihrer Lebensfähigkeit auf CO2 angewiesen. Ohne Kohlendioxid können sie die Fotosynthese, die Produktion von Biomolekülen für ihr Wachstum nicht produzieren.

Natürliches CO2 entsteht durch die Atmung von Mensch und Tier, Pflanzen setzen es beim Verroten oder Verbrennen frei, Vulkane geben es aus dem Erdinnern heraus. Ein CO2 Molekül bleibt etwa 100 Jahre lang in der Atmosphäre, wenn es nicht zuvor von Pflanzen oder vom Wasser aufgenommen wird. Wasser bindet CO2; die Meere sind, genauso wie die Wälder, riesige CO2 Speicherplätze.

Bis zum Zeitalter der Industrialisierung war die CO2 Bilanz ausgelichen. Doch seither wird immer mehr Kohlendioxid vom Menschen freigesetzt. Seit 1750 ist die CO2 Konzentration der Atmosphäre um 30 Prozent gestiegen. Es sind 25 Milliarden Tonnen CO2, das der Mensch jährlich in die Atmosphäre freisetzt. In Deutschland wurden im Jahr 2007 865 Millionen Tonnen Kohlendioxid vom Menschen produziert. China und die USA emitieren zusammen 40 Prozent CO2. Sie liegen an der Weltspitze der CO2 Emitenten.

Die CO2 Produktion geht mit einer Vernichtung der CO2 Speicher, etwa der Regenwälder einher. Die Konsequenz heißt Klimaveränderung, Erderwärmung, Klimakatastrophe.

Die Reduzierung des CO2 Ausstoßes ist zwar zum wichtigen Ziel internationaler Politik geworden, aber solange sich die Staaten nicht einigen, wird die Umsetzung des Ziels schwierig.

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